Die Anreise
Unsere letzten zwei Wochen in Indonesien haben Mike und ich auf der Insel Lombok verbracht. In Lombok ist der Großteil der Bevölkerung Sasak und ein kleiner Anteil davon sind Balinesen. Der Hauptunterschied ist, dass die Sasaks muslimisch sind und die Balinesen sind hinduistisch. Warum wir unbedingt die Insel Lombok besuchen wollten, ist wegen der Tatsache, dass auf dieser Insel der Tourismus noch nicht so ausgeprägt ist wie z.B. auf Bali und man daher kilometerweit menschenleere Strände vorfinden kann. Das hat uns tatsächlich richtig gut gefallen!


Von Nusa Lembongan aus mussten wir wieder per Speedboot auf die Insel gelangen. Drei Stunden sollte die Überfahrt dauern und mich umarmte wieder ein leichtes Gefühl von Panik, da ich an meine Seekrankheit denken musste. Ich war vorbereitet; wie immer hatte ich Reisetabletten geschluckt und meine Akupressurbänder angezogen. Natürlich musste es ausgerechnet auf dieser dreistündigen Bootsfahrt mächtig regnen. So viel Regen hatten wir während unseres kompletten Indonesien-Aufenthalts nicht gesehen. Die Wellen wurden immer größer und schlugen heftig gegen das Schiff. Mike versuchte mich abzulenken und hatte eine komplette Serienstaffel heruntergeladen, sodass wir während der Fahrt etwas schauen konnten und erzählte mir wieder irgend etwas über seine Crypto Geschäfte…aber das half mir nicht so viel. Ich wusste seine Geste aber zu schätzen und habe mich von ihm unterhalten lassen. Ich weiss letztendlich nicht, was mir von all dem geholfen hat, ob es das größere Schiff war, die Tabletten oder Mikes Ablenkungsmanöver… denn mir wurde nur leicht übel und diesmal war es überhaupt nicht schlimm für mich. Also kamen wir in Lombok zwar nassgeschwitzt an, aber ohne Gummibeine und beide extrem erleichtert.

Die Unterkunft
Was uns auf Anhieb aufgefallen ist, waren die sehr gut asphaltierten Straßen in Lombok. Es gab tatsächlich vierspurige Straßen, die auch noch sehr breit waren. Mir kam es absolut nicht vor, als wären wir in Indonesien, denn solche gut ausgebauten Straßen hatten wir zuletzt in Deutschland gesehen. Unsere Unterkunft hatten wir in Kuta, im Süden Lomboks. Die Bungalows waren auf einem kleinen Hügel, sodass man auf den Strand und das kleine Dorf schauen konnte und jeden Tag konnten wir von unserer Terrasse aus unser Frühstück genießen und auf das Meer schauen und hatten eine wahnsinnig schöne Aussicht. Leider waren die Bungalows etwas in die Jahre gekommen und in unserem, hatte ein riesen Gecko-Paar seine Flitterwochen. Wenn ich riesig schreibe, dann meine ich es auch so. Die Geckos waren so groß wie eine ausgebreitete Handfläche und haben natürlich auf meiner Bettseite hinterm Schrank geschlafen und jeden Morgen habe ich auf dem Boden deren Köttel vorgefunden.




Aber nicht nur die Geckos waren Dauergäste. Da wir ein Outdoor-Badezimmer hatten (zwar ganz nett aber auch echt ungemütlich, vor allem wenn es regnet und wenn man in der Nacht mal auf Toilette muss) haben sich Tierchen hier immer willkommen gefühlt. Eines Abends hat mich eine Schlange beim Zähneputzen erschreckt. Die schlich ganz gemütlich vor sich hin, während ich nach Mike gerufen habe…der mich wieder einmal nicht gehört hat. Also musste ich an dieser Schlange vorbei, um auf die Terrasse zu kommen. Mike war erst wenig empört, als ich ihm von der Schlange im Badezimmer erzählt habe, aber als wir dann herausgefunden haben, dass es eine echt gefährliche und giftige Gattung war, bekam er dann doch Respekt vor ihr. Aber nicht nur die Schlage besuchte uns, sondern auch kleine Frösche und natürlich jede Menge Geckos. Man kann also festhalten, dass uns und besonders mir nicht langweilig wurde!
Die Insel
Unsere Zeit auf Lombok ist an uns vorbeigerauscht. Wir haben es geliebt, abseits der Touristenwege die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Mit dem Scooter sind wir durch kleine Dörfer gefahren und haben den Bauern bei ihrer Arbeit zugeschaut. Sie bauen auf dieser idyllischen Insel nicht nur Reis, sondern auch Tabak, Gewürze, Obst sowie Mais an und bewirtschaften das Land mit großer Hingabe und geben ihr Wissen von Generation zu Generation weiter. Sie tragen maßgeblich zur lokalen Wirtschaft bei und bewahren gleichzeitig die kulturelle Identität der Insel.







In diesen zwei Wochen, haben wir wunderschöne Ausblicke genossen und eine einzigartige grüne Naturlandschaft bewundert, da diese unvergleichbare Schönheit der Insel Strände, Berge und üppige Vegetation miteinander vereint und im Auge des Betrachters unvergesslich bleibt.






Man merkt jedoch auch, dass immer mehr Flächen abgeholzt werden, um neue Ressorts oder Villen für den Tourismus zu bauen, wie auch größere Straßen. Wir hoffen, dass die Insel jedoch ihre Authentizität und Einzigartigkeit beibehalten wird und nicht wie bereits andere Inseln ihren Charme und Ruhe verliert.




Was uns ebenfalls immer wieder auf’s Neue fasziniert hat, waren die traumhaften Sonnenuntergänge auf Lombok. Es gibt unzählig viele Orte, die eine ideale Perspektive bieten. Einer davon sind die Hügel in der Nähe des Tanjung Aan Beaches. Hier breitet sich eine natürliche Amphitheater-Formation aus, auf der sich viele Menschen jeden Abend versammeln, um das Schauspiel von Himmel, Wasser und Hügel zu bewundern, indem die warmen Farben der untergehenden Sonne einen Schimmer auf die Wellen werfen.




Lombok bildete somit den perfekten Abschluss unserer Indonesienreise und wir nehmen all die schönen Momente der letzten 2 Monate in unserer Erinnerung und unseren Herzen mit.
Ihr nehmt mich immer wieder mit auf eure abenteuerlichen Reisen
Das freut uns sehr 🙂 und schön, dass du uns dabei begleitest.
Für mich ist es eine herrliche Beschreibung der Insel mit euren tollen Natur-Erlebnissen. Na, ja nicht immer angenehme Erlebnisse ( Begegnung der Schlange im Outdoor Badezimmer) das ist schon beängstigend, aber ansonsten habt ihr schöne zwei Monate, auf der Insel genossen.
Danke für deinen schönen Bericht. mit den tollen Fotos. Weiterhin eine angenehme Reise. Ich freue mich schon auf den nächsten Reisebericht.
Fühlt euch umarmt Ihr Beiden
Dagmar Lierzer
Vielen Dank für deine Worte, liebe Dagmar. Es freut uns sehr, dass du unsere Reise mitverfolgst und somit ein auch ein Teil davon bist.
Sonnige Grüße,
deine Curlies